Cecilia Sikström «


Cecilia Sikström, Foto: No WaIT AB

Frauen dürfen nicht so viel schauen wie Männer, so schrieb Griselda Pollock. Sehen, starren, prüfen, schauen, in Besitz nehmen - das sind zentrale Begriffe in der feministischen Kunstforschung. Entscheidend ist die Diskussion um die Macht des Auges und die Frage, wer nimmt sich das Recht, wen anzuschauen?

Die Werke von Cecilia Sikström legen den Schwerpunkt auf das Posieren und den Blick. Mit starken Wurzeln in der Tradition des Malens verwendet sie in sensibler Weise Farbe, und die Kunstgeschichte spricht durch ihr Werk.

Es gibt zahlreiche Verbindungen zu ihren Vorgängern. Sie nimmt einen Apfel, den Cranach gemalt hat, leiht sich eine Hand von Munch oder ein Gesicht von Picasso. Der Arbeitsprozess ist langwierig, wenn man auf existierende Arbeiten baut; ein Foto oder ein Gemälde, das sie dazu bringt ihre Arbeit fortzusetzen. Vor allem stellt sie die klassische Ikone des Feminismus dar, aber nicht im Porträtform sondern als Paraphrase, die zur Identifizierung und Projektion einlädt.

In der Mitte ihrer Erforschung des weiblichen Egos findet man mythische Frauen wie Venus, Marie Antoinette, Marilyn Monroe, Edith Södergran und die anonyme Mädchen französischer Postkarten. Risqué und doppeldeutig, schauspielern sie in der Maskerade des Feminismus und führen einen Drahtseilakt über der Kluft zwischen Objekt und Subjekt vor.

Cecilia Sikström deckt ihre Frauen gewagt auf. Ihr Blick ändert sich von einem Punkt zum nächsten und, mit einem geschlossenen und einem weit geöffneten Auge sind sie vielleicht die Beobachtete oder aber die Beobachtende.

Dies wird deutlich durch zwei ihrer neusten Werke, die die Identitäten von Marlene Dietrich und Frida Kahlo prüfen. Marlene schaut auf ihren Verfolger und, wie ihre Rollenpersönlichkeit auf der Leinwand, wird sie vor den Zuschauern bloßgestellt, die sie als Objekt ihrer Phantasien betrachten dürfen. Es ist klar, dass Frida Kahlo vor ihren Betrachtern posiert, aber sie entgegnet unseren Blick und nimmt sich das Recht, ihre Beobachter selbst zu beobachten. Sie sieht und wird gleichzeitig gesehen. So gewinnt sie die Oberhand im Kampf um das Recht, sich selbst zu definieren.

 

Übersetzt aus dem Schwedischen aus einem Vortrag von Anna Gunnert


 

Additional information in English

1962 Born in Lycksele, Sweden
1985 - 90 Studied at The Royal University College of Fine arts, Stockholm
Live in Stockholm

 

Selected Solo Exhibitions in Sweden

2017 Galleri Agardh & Tornvall (presentation in Swedish)
2014 Hedenius, Stockholm, Sweden
Cecilia Sikström & Henrik Halvarsson
2013 Hedenius, Stockholm - presentation in Swedish
2012 Galleri D12, Uppsala
Galleri Skåda, Luleå
2011 Konstnärshuset, Stockholm, Sweden
2010 Galleri Remi, Östersund, Sweden
2009 Olle Nymans ateljé - presentation in Swedish
Länsmuseet Gävleborg
Hallsberg´s Art Hall
The Academy of Lithographs, Tidaholm
Galleri Sjöhästen, Nyköping
2007 Lycksele Art Club
Galleri Bäckalyckan, Jönköping
2006 Pumphuset, Borstahusen, Landskrona
2005 Gerlesborg´s Art Hall
Galleri Remi, Östersund
2004 Galleri Argo, Stockholm
2003 Galleri Argo, Stockholm
Augelimuséet, Sala
2002

Thielska galleriet, Stockholm

2000 Galleri Ahnlund, Umeå, Sweden
1998 Galleri Argo, Stockholm, Sweden
1997 "The Artist of the Year", Stockholm Art Fair, Sweden
1996 Galleri Ahnlund, Umeå, Sweden
1994 Galleri Argo, Stockholm, Sweden
1992 Galleri Ahnlund, Umeå, Sweden
1989 Galleri Mejan, Stockholm, Sweden

 

Selected Group Exhibitions

2010

Edsvik Konsthallar 5-year anniversary, Sweden

2009 Galleri Argo, Konstnärshuset, Stockholm, Sweden
2008

Tomarps Kungsgård, Sweden
Participating artists: Filippa Arrias, Cecilia Elde, Eva-Maria Ern, Martina Muntzing, Cecilia Sikström and Nina von Schmalensee

Triennial in Graphic Arts, Kaliningrad, Russia

Galleri Argo, exhibition together with Filippa Arrias och Sissel Wibom, Stockholm, Sweden

Art Fair, Sollentuna, Sweden

2005 Art Fair, Milano, Italy
2002 "My Marilyn" Liljevalch´s Art Hall, Stockholm, Sweden
2001

"Northern Lights", Center for the Arts, Vero Beach, Florida, U.S.A.
Sweden Art Project 2001, Lifestyle, Contemporary Art & Design, Kortrijk, Brussels VIII, Sweden


 

Selected Public Collections

The National Public Art Council, Stockholm, Sweden
Swedish Television


 

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