Karl Axel Pehrson 1921-2005 «

Karl Axel Pehrson

Karl Axel Pehrson ist Maler, Grafiker und Bildhauer. Wenn er malt, stellt er das Sommerlicht dar. Er malt Landschaften seiner Phantasie, Pflanzen und Tiere (am liebsten Insekten und vor allem Käfer).

Er ist Meister der Phantasie und hat Freude am Leben. Sein Einstieg in die Kunst erfolgte über die abstrakte Malerei. Hier schuf er Arbeiten voller Bewegung aus Feldern unterschiedlicher Farben, die in einander greifen.

Seit Anfang der 1960er Jahre wurde er durch die Formen und Farben von Pflanzen und Tieren beeinflusst.

Karl Axel Pehrson wurde 1921 geboren. Seine Mutter hat ihn und seine sieben Geschwister allein großgezogen, nachdem 1922 sein Vater in einem Autounfall umgekommen war. Karl Axel, damals nur 10 Monate alt, ist das jüngste seiner Geschwister. Das Familienleben wurde sehr gepflegt. Abends versammelten sich die Kinder in dem großen Familienhaus in Örebro, um einander vorzulesen und Musik zu spielen.

Karl Axel ging auf Örebros altes und in traditionsreiches Gymnasium, die Karolinska Läroverket Schule. Zeichnen wurde schnell zu seinem Lieblingsfach. Hier hatte er auch das Glück, durch einen besonders inspirierenden und innovativen Lehrer, Sven Hemmel, die Werke von z.B. Matisse, Picasso, Braque, Miro kennen zu lernen und fand somit einen Zugang zur modernen Kunst. 1936, nach seinem ersten Jahr auf der Karolinska Läroverket Schule, hat Karl Axels Mutter seine Pläne Künstler zu werden akzeptiert, aber er sollte erst einmal eine Bildungsreise nach Österreich mit seinem Bruder Karl Erik unternehmen.

Im Herbst 1937 mietete er sich ein Zimmer in Stockholm und begann seine Ausbildung auf der Edward Berggren Kunstschule. Schon im Frühling 1938 wechselte er zur Otte Skölds Schule, wo er seine zukünftige Ehefrau, die junge Malerin Birgit Nilsson, kennen lernte.

In 1940 wurde er in die Stockholmer Kunstakademie aufgenommen. Dort studierte er bis 1946, mit einer Unterbrechung von 1942 bis 1944, durch seinen Wehrdienst bedingt. Das Armeeleben hat ihm nicht gefallen, und um seine Langeweile zu vertreiben hat er sich ein eigenartiges Hobby ausgedacht: Während seiner Beurlaubung spazierte er zwischen den Kurzwarengeschäften Stockholms umher und kaufte Knöpfe, die er sorgfältig nach Farbe, Größe, Material und Anzahl der Löcher klassifizierte.

Er malte auch, hat aber die meisten Werke aus dieser Zeit vernichtet. Sein Bruder Karl Gustav konnte seine ganze Garage mit den verworfenen Panelen isolieren. Während seiner letzten Jahre auf der Kunstakademie studierte er unter Sven Erixon. Sven Erixon schuf durch seinen Enthusiasmus eine stimulierende Atmosphäre für seine Studenten. Er ermutigte sie, ihren Impulsen zu folgen, wo auch immer diese sie hinführen würden. Vieles lernte er auch durch einen Studenten namens Lennart Rohde. Er hatte einige Jahre lang in Kopenhagen auf der Rostrup Boyesen Kunstschule studiert, wo er sich mit der klassischen Malerei sehr gut vertraut gemacht hat.

Seine Ideen fanden Resonanz im systematischen Denken von Karl Axel. Karl Axel hat schon immer sehr methodisch gearbeitet. In der gleichen Weise, wie er Knöpfe gesammelt hat, fing er jetzt an, eifrig Käfer und Muster zu sammeln. Jedes Mal, wenn er ein neues Muster entdeckte, vielleicht durch das Kritzeln im Telefonbuch während eines Telefonats, wurde es in seinem "Musterbuch" abgelegt. Das heißt die Formen, die zu dieser Zeit in seinen Werken erscheinen, stammen nicht unmittelbar aus seiner Malerarbeit.

Im Frühling 1947 fand die legendäre Young Art Ausstellung statt. Eine neue Generation etablierte sich. Unter anderem gehörten Lennart Rodhe, Pierre Olofsson, Olle Bonniér und Karl Axel Pehrson dazu. Im April 1954 fand die erste öffentliche Ausstellung der Werke von Karl Axel Pehrson in der Galerie Blanche statt. Die Ausstellung umfasste Aquarelle, Ölmalerei und auch einige Skulpturen.

Im Gegensatz zu den Bildern waren diese abstoßend und ekelerregend. Sie zeigten Tumoren, geschrumpfte Körperglieder, Warzen usw. Karl Alex setzte seine Bildhauerei einige Jahre fort. Mit der Zeit wurde er weniger provokativ. Die Musik hat Karl Axel sein Leben lang begleitet. Schon während seines Wehrdienstes spielte er in einer örtlichen Jazzband. Im unten stehenden Bild spielt er uns bei einem unserer Besuche etwas vor. Ebenfalls im Bild ist Erling Hörnsten, Vorsitzender unseres Kunstbeirats. Diese Absätze sind frei übersetzt aus dem Buch von Ulf Linde über Karl Axel Pehrson.

Diese Absätze sind frei übersetzt aus dem Buch von Ulf Linde über Karl Axel Pehrson.

 



Auswahl öffentlicher Ausstellungen

1948,1949,1950 "Realités Nouvelles", Gruppenausstellung, Paris, Frankreich
1955 Swedish Abstract, reisende Ausstellung organisiert von der Smithsonian Institution, Washington, U.S.A.
1972 "Fantasy and Reality", Swedish Museum of Natural History, Stockholm, Schweden
1973 Galerie Astley, Uttersberg, Schweden
1977 Erste eigene Ausstellung, Thielska galleriet, Stockholm, Schweden
1982 Zweite eigene Ausstellung, Thielska galleriet, Stockholm, Schweden
1988 Galleri Astley, Uttersberg, Schweden Dritte eigene Ausstellung, Thielska galleriet, Stockholm, Schweden
1992 Retrospektive, The Academy of Fine Arts, Stockholm, Schweden
2000 Gallery Argo, Stockholm, Schweden
2002 "Fantasy and reality", eine Ausstellung der grafischen Kunst in Djakarta, Indonesien, organisiert durch die Gallery Astley in Zusammenarbeit mit der Schwedischen Botschaft
2003 Borås Museum of Art, Schweden
Nässjö Museum, Schweden
2004 Konstens hus, Luleå, Schweden
2005 Konstnärshuset, Stockholm, Schweden
2006 Thielska galleriet, Stockholm, Schweden
2010 Örebro länsmuseum, Sweden
2011 Bror Hjorts hus, Uppsala, Sweden
Norrköpings Art Museum, Sweden



Auswahl öffentlicher Aufträge

1954 Wandmalerei, Astra, Södertälje, Schweden
1957-1958 Wandmalerei Svenska Handelsbanken Hauptsitz, Stockholm, Schweden
1964 Der Goldkäfer, der Preis der schwedischen Oscars.
1967-1968 Skulptur "Non-existing Animals", Gärdets U-Bahnstation, Stockholm, Schweden
1972 Ein Bild und zwei Skulpturen für den Flughafen in Sturup, Schweden
1974

Entwurf der Wandteppiche für den Hauptsitz der Bank of Sweden.
Gemalte Diplome für Sir Anthony Hewish und Sir Martin Ryle, die Nobel-Preisträger in Physik in diesem Jahr

 

1978 Kuppelmalerei in Thielska galleriet, Stockholm, Schweden

 

Additional information in English -
Enjoy Scandinavian Art - Artist of the Quarter

 


Start Nach der Galerie von von Karl Axel Pehrson «