Alvar Jansson 1922-1991 «

Självporträtt av Alvar Jansson

Man kann sagen, dass die Gemälde von Alvar Jansson realistisch sind. Es handelt sich um klassische Malerei, inspiriert von und basierend auf Ideen von großen Meistern wie Tizian, El Greco, Chardin, Goya oder Munch, Künstlern, zu denen er eine Affinität hat. Daher sagt Alvar Jansson: "Nein, ich habe nichts Neues entdeckt - aber ich habe etwas Altes entdeckt!"

Im Zusammenhang mit seinen ersten Ausstellungen in Stockholm 1955, 1957 und 1960 wurde er als einsamer Wolf der Kunst beschrieben, dessen Arbeit jeglichen Ideen der zeitgenössischen Kunst widersprach. Er schuf realistische Gemälde von Menschen, Landschaften und Stillleben mit gedämpften Farben. Die Motive, die er zu dieser Zeit auswählte, zogen sich durch sein gesamtes Künstlerleben. Der menschliche Körper war sein Hauptmotiv.

Die klare, expressive Pinselarbeit und die dominierende Graue Farbskala sind charakteristisch für seinen Stil. In Umgebungen wie öffentlichen Bädern und Umkleiden erlangten seine Aktstudien einen realistischen Stil, während gleichzeitig die Körper von Bergbauarbeitern und alten Menschen eine tiefe symbolische und ernsthafte Botschaft über die Würde des Menschen vermittelten.

Seine Fähigkeit, Bilder von dreidimensionaler Dynamik mit entsprechendem psychologischen Inhalt zu schaffen erinnert zuweilen an Rembrandt und andere Vertreter der religiösen Malerei des Barock.

Folgendes schrieb Alvar Jansson über die Malerei:
"Malerei hat absolut nichts mit Farbschimmern und Pinselarbeit zu tun und sehr wenig mit sogenannten sauberen Beziehungen zwischen Farbe und Form, sondern mehr mit psychologischen Beziehungen, Erkennen, Assoziationen, Erinnerungen, Primärsignalen und paradoxen Widersprüchen (eine Form wird entweder durch Kontraste oder durch Ähnlichkeiten verstärkt. Ein Kontrast, der übertrieben wird, neutralisiert sich selbst.) Malerei hat vielmehr zu tun mit einer Art geistigen Geometrie und Mechanik in einem nicht greifbaren Raum, in dem eine Rübe keine runde Form ist, keine farbige Oberfläche, noch nicht einmal eine Rübe - sondern etwas so seltsames wie eine dargestellte Rübe...

I versuche immer, ein Motiv in seiner Gesamtheit zu sehen. Ich verhalte mich wie ein Kind, das Seifenblasen macht. Zuerst ist die Blase sehr klein, aber sie stellt bereits eine Sphäre dar. Das Kind bläst sehr vorsichtig weiter, bis die Blase kurz vorm Platzen ist. Ebenso arbeite ich mit all den verschiedenen Teilen meines Bildes zur gleichen Zeit und vervollständige es langsam, bis ich den Gesamteindruck erreiche.

 

Ausgewählte öffentliche Sammlungen

Stockholm Museum of Modern Art, Schweden
Schwedische Porträtsammlung Gothenburg, Schweden
Museum of Art, Göteborg, Schweden
Malmö Museum of Art, Schweden


Additional information in English

1922 Born in Kiruna, Sweden
1947-1952 Studied at The Royal University College of Fine Arts, Stockholm, Sweden
1974-1976 The head of Valand´s Art School. 
1978-1984 Professor of painting at The Royal University College of Fine Arts, Stockholm

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