Filippa Arrias «

Filippa Arrias

"Das berühmte Gemälde `Las Meninas´ von Diego Vélasquez war für mich der Ausgangspunkt für eine Reihe von Gemälden, Zeichnungen und Fotografien, in denen ich meine Faszination für den Akt des Sehens entdeckt habe.

Seitdem ist dies ein zentraler Aspekt meiner Arbeit, ebenso wie die Beziehung zwischen dem Selbst und dem Anderen.

Die Komplexität der Identität hat mich schon immer interessiert, und ich habe häufig die Idee des Menschen als Rollenträger eingesetzt. Ich habe viel mit dem Motiv der Zwillinge sowie mit dem reflektierten Bild gespielt.

Die künstlerischen Leistungen von Giotto sind für mich von zentraler Bedeutung. Die frühere nicht-räumliche Oberfläche wird hier aufgefaltet und schafft einen Raum um die menschliche Figur, wodurch der Prozess der Individualisierung initiiert wird.

Visuell sind die Menschen immer noch identisch, aber ihre unterschiedlichen Aktionsweisen deuten darauf hin, wer sie sind. - Ist es wirklich Judas Ischariot (in Giottos Gemälde), der Jesus Christus küsst? In Giottos Bild des Dramas ist dies nicht offensichtlich. Es könnte ebenso Jesus sein, der sich selbst küsst, mit Judas als überraschtem Beobachter.

Ich lege mich in Bezug auf Kunstgeschichte nicht fest und betrachte sie als Geschichte der Menschheit über sich selbst. Man kann die Geschichte in Frage stellen, fortschreiben, mit ihr spielen - die Möglichkeiten sind vielfältig.

Mein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit dem Veronica-Motiv, in dem verschiedene Gemälde für verschiedene Fragen der Wahrnehmung stehen. Ist das Bild realer als die Realität selbst? Vera Ikone.

Ich male auch das Innere von Räumen - Orte, an denen "etwas passierte". Diesen Sommer war ich in Lettland und habe in leeren Wohnungen gearbeitet, die Anfang der 90er Jahre von den Sowjets zurück gelassen wurden.

Diese Räume sind nackt und tragen gleichzeitig eine starke Geschichte in sich. Ich möchte den Unterschied zeigen; zwischen eng verknüpften Zuständen; in Annäherung an den Wendepunkt; Wann wird der Verbrecher zum Unschuldigen? Wann wird das Gemälde unabhängig? Wann wird die gute Absicht zur leeren Geste?

Ich interessiere mich für das Verhältnis zwischen Anwesenheit und Abwesenheit / Haltung und Haltungslosigkeit. Das Selbst ist ein Separates, aber alles zwischen uns ist gemeinsam. Ich gebrauche Bilder aus meiner nahen Umgebung, abhängig vom jeweiligen Projekt: Kunstgeschichte, Massenmedien, Alltagsleben, meine früheren Gemälde.

Es scheint, dass die Massenmedien von Kunst und Religion die Aufgabe der Reflexion über die Menschheit übernommen haben. Die Konsequenzen kann man nur in der Vorstellung durchspielen. Dieser Umstand stärkt unseren Bedarf an echten Ausdrucksformen eher, als dass er ihn schwächt.

Es gibt eine reine Lebensfreude. Es gibt eine Art des Wissens, die sinnlich wahrgenommen wird und daher schwer zu erklären oder zu verteidigen ist."/Filippa Arrias

Ausgewählte öffentliche Sammlungen
The National Public Art Council (= Nationaler Öffentlicher Kunstrat), Schweden Falköping Museum of Art (= Kunstmuseum Falköping), Schweden


 

Biography (In English)

1971 Born in Gothenburg, Sweden
1990-1991 Studied at Nordic Art School, Finland
1991-94, 1996-98 Studied at The Royal University College of Fine Arts, Stockholm, Sweden


 

Selected Solo Exhibitions

2012 "Perish with Paris", Forum, Stockholm, Sweden (presentation in Swedish)
2007 Kabusa Art Hall, Sweden
2006 "dazwischen" Kunstlerhaus Bethanien, Studio 4, Berlin, Germany
2005 Galleri Argo, Stockholm, Sweden
Hishult Art Hall, Sweden
2004

Galleri 1, Sweden

2003 Millesgården, Stockholm, Sweden
Galleri Mariann Ahnlund, Umeå, Sweden
2002 Falköping´s Museum of Art, Sweden
2001 Galleri Argo, Stockholm, Sweden
1999 Nordic light, Stockholm, Sweden


 

Selected Group Exhibitions

2012 "Elvis Has Left the Building, part 2",
Galleri Thomas Wallner, Simrishamn, Sweden
2009 Spring exhibition, Liljevalchs, Stockholm
2008

Murberget-Länsmuseet Västernorrland, Sweden

Tomarps Kungsgård, Sweden
Participating artists: Filippa Arrias, Cecilia Elde, Eva-Maria Ern, Martina Muntzing, Cecilia Sikström och Nina von Schmalensee

Nomad By Heart - Comtemporary art from Mongolia and Sweden, Umeå Bildmuseum, Sweden

"Swedish Graphic Art", Galleri Snaeros, Stövarfjördur, Iceland

"Måleriska Språk", Galleri Argo, Stockholm, Sweden, together with Cecilia Sikström and Sissel Wibom.

2007 Arken, Örnsköldsvik, Sweden
2006 Kabusa Art Hall, Sweden
"dazwischen" Kunstlerhaus Bethanien, Studio 4, Berlin, Germany
Virserums Art Hall, Sweden
2005 Theerta Art-Association, Sri Lanka
2004 Kabusa Art Hall, Sweden
2003 Konsthallen Hishult/Stockholm Art Fair, Sweden
2001 "Young Women and Old Men", Uppsala Museum of Art, Sweden
2000 Sollentuna Artfair ; Moment Edition together with Lena Cronqvist, Sweden
Subjective / Objective, Karosta, Lettland
1994 Polytechnic school, Warsawa, Poland
1992 Students´ gallery, Academy of Art, Helsinki, Finland

 

Selected Public Collections

The National Public Art Council, Sweden
Falköping Museum of Art, Sweden

Enjoy Scandinavian Art - The Artist of the Quarter



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